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7 "pseudo gesunde" Lebensmittel

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Rubrik: BIO einkaufen

 

Jetzt fragen Sie sich sicher - was bitte schön sind denn "pseudo gesunde" Lebensmittel? Ganz einfach, solche Lebensmittel, die auf den ersten Blick sehr wertvoll für Ihre Gesundheit erscheinen ... aber eben nicht sind.

Stop - nur auf den ersten Blick gesunde Lebensmittel

Die Ernährungsexperten der Zeitschrift Shape haben sieben solcher Täuschungen zusammengestellt:

1. Fruchtjoghurt, Joghurt für Kinder

Achten Sie auf den Fruchtanteil. Oft ist wenig Obst drin, aber viel Geschmacksstoff. Das Erdbeeraroma zum Beispiel mit ganz fein gemahlenen Holzspänen erzeugt wird, hat sich inzwischen ja schon herumgesprochen. Und viel viel Zucker ist enthalten. Oder - klingt besser und gesünder - Fruchtzucker. Ist aber ebenso ungesund. Wie sagte ein Ernährungswissenschaftler: Das ist genauso, als ob Sie eine Banane dick tropfend mit Schoko-Kuvertüre überziehen und dann als Diätmahlzeit essen.

2. Protein-Riegel, Müsliriegel, Fruchtriegel

Schmecken gut, machen auch satt - das sollten sie aber auch, bei 200 Kalorien aufwärts pro Riegel. Schauen Sie sich die Inhaltsstoffe genau an: Häufig finden Sie auch hier viele Geschmackszusatzstoffe und viel Fruktose (Fruchtzucker).
Wenn Sie nach dem Sporttraining oder sonst Lust auf etwas Süßes haben, essen Sie besser eine Banane.

3. (Tiefkühl-)Fertiggerichte

Ab und zu einmal - das geht. Aber häufig enthalten solche Fertiggerichte (außer den nun schon mehrfach erwähnten Geschmackszusatzstoffen statt echtem Gemüse) einen hohen Salzanteil. Und viele, auch verborgene, Fette. Wenn Sie sich den Kaloriengehalt zum Beispiel einer Tiefkühlpizza angucken (meist um die 800 Kalorien) und sich den Belag darauf ansehen, werden Sie feststellen: Viele "leere" Kalorien, wenig Ballaststoffe. So sieht es auch mit Lasagne und und und aus.
Was Sie dagegen unbegrenzt genießen können, ist tiefgefrorenes Gemüse. So reichert Blattspinat (fast) jeden Nudelauflauf an.

4. Obstsaft, Fruchtsaft, Smoothies

Hört sich gesund an, soll ja - vor allem die Smoothies - die Frucht selbst ersetzen. Muss man ja nur trinken, nicht erst schälen, zerteilen, kauen ...
Hierbei handelt es sich um echte Kalorienbomben. Ein Glas ist gut, mehrere Gläser am Tag (je 0,2 Liter um die 200 Kalorien) lagern sich schnell auf Ihren Hüften ab. Dazu kommt: Viel Zucker, wenig Balllaststoffe.
Gesünder ist es, sich einmal am Tag selbst sein Lieblingsobst auszupressen oder zu pürieren.
Und wenn es nicht ohne Obstsaft geht: Achten Sie darauf, einen Saft mit möglichst hohem Fruchtanteil (Direktsaft z.B.) zu kaufen. Und die Bio-Variante ist natürlich noch gesünder, da keine Pestizid-Rückstände aus Schalen in den Saft geraten können.

5. Fettfreie Muffins, Süßigkeiten

Der Klassiker, wenn es nicht so traurig wäre: Heidi Klum in der Yoghurt Gums-Werbung. Fettfrei, diese süße Leckerei. Mit Magerjoghurt zubereitet. Hört sich doch richtig "schlank" an. Ein Blick auf die Kalorienanzahl schockiert: über 600 Kalorien je 200-Gramm-Packung. Fettfrei heißt nämlich nicht kalorienarm! Das gilt genauso für die "low-fat"-Muffins und den "low-fat"-Latte Macchiato.

6. Chicken Burger, Turkey Sandwich

Hört sich doch gleich viel gesünder an, den Burger mit Hähnchen oder das Sandwich mit Truthahn statt Rindfleisch. Auch hier gilt: Das Drumherum zählt! Und das ist weiterhin wenig Gemüse oder Salat, viel weißes Brot, viel kalorienhaltige Soße, viel Salz und Sodium-Gehalt. Besser ist ein Stück gegrillte (nicht panierte) Hähnchenbrust / Putenbrust auf Salat, auf einem Vollkornbrot oder -brötchen, dünn mit Frischkäse bestrichen .

7. Eis- und Wellnesstees

Der Skandal vor einigen Jahren, als viele Milchzähne von Kleinkindern ruiniert waren, weil die Eltern sie voll guten Glaubens an Fläschchen mit solchen Tees nuckeln ließen, ist schon fast vergessen. Deshalb zur Erinnerung: Das sind Kalorienbomben! Mit viel Zucker! Wenig Wellness! Foodwatch hat zum Beispiel festgestellt, dass im "Gelbe Zitrone-Physalis"-Tee von Pfanner kein bißchen der Frucht Physalis drin ist ... dafür aber viel Zucker...

Fazit: Immer genau hinschauen auf die Liste mit Inhaltsstoffen und Kalorien, nicht einfach auf gesundklingende Bezeichnungen vertrauen.

Geld-Magazin.de, 5.2.2010 

 

 


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