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Schnäppchenkauf leicht gemacht

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Rubrik: Schnäppchen

 

Abbildung 1: Wenn die Sale-Flagge geschwungen wird, sollte zunächst recherchiert und dann erst zugeschlagen werden.

Geld zu sparen, kann manchmal ebenso aufwendig sein, wie Geld zu verdienen. Der Grund darin liegt im Unsicherheitsfaktor: Während bei Binären Optionen an der Börse spekuliert wird und jeder weiß, dass damit das Risiko verhaftet ist, alles zu verlieren, haben Schnäppchen eine meist verführerische Sogwirkung auf die Shoppingfreunde. Doch auch hier kann das böse Erwachen folgen, wenn die Schnäppchen sich als Fehlkauf herauskristallisieren. Die besten Tricks beim Schnäppchenkauf haben wir hier für Sie zusammengestellt.

1.)    Werbeexperten wissen, welche Worte ankommen

Mächtig große Prozentzeichen, Schilder mit der Aufschrift SALE und die Auszeichnung als Schnäppchen dienen als sehr deutliche Anpreisung von vermeintlichen Schnäppchen, die es erst zu überprüfen gilt. Wer glaubt, diesen Lockrufen nicht zu erliegen, der sollte sich fragen, ob er noch nie zugeschlagen hat, nur weil der Anzeigentext einer Werbeanzeige genau ihn anzusprechen schien.

An dieser Stelle zeigt sich die Werbepsychologie, die sich bei der Gestaltung von Anzeigen an diesen Vorgaben orientiert:

 Abbildung 2: Hier werden Schnäppchen deutlich angepriesen. Doch es gibt auch dezentere Methoden, um die Kaufentscheidung der Kunden zu begünstigen.

 

An dieser Stelle zeigt sich die Werbepsychologie, die sich bei der Gestaltung von Anzeigen an diesen Vorgaben orientiert:

  • Die Bindung zu einer in der Vergangenheit liegenden Kampagne bleibt erhalten.

  • Effektvoll ist eine Bild-Wort-Kombination, die dem potentiellen Kunden suggeriert: Du bist einer von uns und hast dieselben Bedürfnisse.

  • Bei der Headline der Anzeige darf ruhig das „Kopfnickgefühl“ stattfinden, welches Zustimmung suggeriert und eine Kaufentscheidung begünstigt.

  • Menschen im Bild wirken, aber sie lenken auch von der Kernbotschaft ab. Diese beiden Seiten müssen zwingend abgewogen werden.

Wer von seiner Zielgruppe also weiß, dass sie nicht nur auf Angebotsschilder anspringt, sollte auch diese Punkte im Hinterkopf behalten, um vor dem Schnäppchenkauf diese werbepsychologischen Kniffe zu erkennen. Andersherum argumentiert, kann auch jeder Käufer mit Blick auf diese Ansätze der Werbepsychologie sich selbst und seine Reaktion auf Angebote kritisch unter die Lupe nehmen.

2.)    Preisvergleich ist nicht gleich Preisvergleich

Nur allzu oft wird empfohlen, einen Preisvergleich anzustellen, bevor das als Superangebot ausgewiesene Schnäppchen auch wirklich erworben wird. Falsch wäre nun, auf die unverbindliche Preisempfehlung (kurz: UVP) zu vertrauen, denn zu diesem Preis wird das Produkt sicherlich nur selten angeboten. Besser ist da ein Blick auf Vergleichsplattformen, die den Direktvergleich mehrerer Anbieter offerieren oder gar das nächst-günstigere Angebot explizit ausweisen.

3.)    Das Spiel mit der Zeit: Verknappung, Blitzangebote und Co.

Ihr saisonales Wunschprodukt hat sehr gute Bewertungen und ist kaum mehr verfügbar. Das kann darauf hindeuten, dass das Produkt wirklich gerade der absolute Renner ist oder es handelt sich dabei um das Spiel mit der Zeit. Eben dieses Spiel ist eine weitere „Masche“ der Verkäufer, um unschlagbare Kaufanreize zu bieten. Diese Szenarien werden dabei angewandt:

  • Ein Produktzähler zeigt an, dass die Anzahl an verfügbaren Produkten rasant schwindet. Besonders deutlich wird dieses Vorgehen beispielsweise im Homeshopping betrieben. Hier zählt der Verkäufer deutlich mit, wie schnell die Produkte vergriffen sind – oder gibt an, wie lange die Wartezeit für die nächste Charge ist. Tipp: Um herauszufinden, ob der Bestand wirklich schwindet, ist es hilfreich, nach dem Produkt im Shop zu suchen. Häufig und vor allem auf Auktionsplattformen findet man das Produkt erneut.
  • Ein namhafter Online-Gigant offeriert mit seinen „Blitzangeboten“ meist wahre Schnäppchen, wobei allerdings einige Spielregeln zu beachten sind: Sobald das Blitzangebot im Warenkorb liegt, muss es schnell gehen. Nur 15 Minuten ist Zeit, um zu bestellen – ansonsten muss die Blitzangebots-Suche von neuem beginnen. Tipp: Abo-Kunden können auch hier einen Benefit aus ihrer Mitgliedschaft ziehen. Sie sehen Blitzangebote 30 Minuten vor den anderen Schnäppchenjägern.

4.)    Den richtigen Zeitpunkt abpassen

        

Abbildung 3: Ein Schnäppchen-Tipp steht im Kalender: Obst und Gemüse ist im August günstig. Äpfel im Oktober.

     

Beim Lebensmitteleinkauf würde dieser Tipp wohl so formuliert werden: „Kaufen Sie saisonale Waren.“ Bei der Schnäppchenjagd jedoch gilt: In jedem einzelnen Monat rutscht ein anders Konsumgut auf die Dumpingpreisliste. Bei den Schnäppchen-Tipps von Kabel1 findet sich dieser Schnäppchenkalender:

Januar

Schmuck, Winterkleidung, Bettwäsche, Fahrräder, Besteck

Februar

Gartenmöbel, Wein

März

Skis und Snowboards, DVDs

April

Kaffeemaschinen, Kaffee

Mai

Bücher

Juni

Camping-Equipment

Juli

Möbel, Teppiche, Sommerbekleidung

August

Büro-Ausstattung, Obst, Gemüse

September

Topfpflanzen

Oktober

Äpfel, Winterurlaub

November

Kalender

Dezember

Elektroartikel

 

5.)    Kostenlose Dienstleistung statt Angebotspreis

Ein ausgewiesener und prominent angeteaserter Angebotspreis hat auch immer seine Schattenseiten. Wie günstig ist das Angebot wirklich? Hat das Angebot mit Blick auf die Produktqualität vielleicht einen Haken? Gibt es das Angebot vielleicht nächste Woche noch günstiger? Aus diesen unzählig vielen, unkalkulierbaren Gründen raten Experten dazu, den Blick nicht nur auf blinkende Prozentzeichen zu richten, sondern auch auf die vielen kleinen Geschenke zu achten. Wer beispielsweise kostenlosen Versand offeriert, der schenkt dem Kunden damit wirklich etwas – nämlich die Versandkosten. Wer Kopierpapier zum Normalpreis anbietet, dafür aber eine große Schachtel an Süßigkeiten on top gibt, der verschenkt wirklich etwas.

Fazit: Schnäppchen müssen immer relativ betrachtet werden

Jeder freut sich, ein Schnäppchen gemacht zu haben. Allerdings gibt es weit weniger wirkliche Schnäppchen, als die Werbewelt suggeriert. Vor diesem Hintergrund ist ein wacher Umgang mit SALE- und Prozent-Schilder besonders wichtig. Und manchmal hilft auch eine Portion Geduld. Mit viel Glück kann ein Produkt im Warenkorb urplötzlich günstiger werden – wenn es vom Händler zufällig als Angebot ausgepriesen wird. Dann ist zuschlagen natürlich erlaubt, denn die Ersparnis kann jeder deutlich sehen.

 

 


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