Weitere Filialen der Deutschen Bundesbank vor dem Aus
Die Schließung weiterer Filialen der Deutschen Bundesbank ist schon seit längerer Zeit im Gespräch. Insgesamt sollen bis zum Jahr 2015 ein Drittel aller noch vorhandenen Bank-Filialen dem Rotstift zum Opfer fallen. Davon sind Standorte quer durch die ganze Bundesrepublik Deutschland betroffen.

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Im Jahr 2009 besaß die Deutsche Bundesbank noch insgesamt 47 Filialen. Sieben dieser Banken sollen bereits bis zum September 2012 geschlossen werden. Betroffen sind die Standorte Aachen, Cottbus, Duisburg, Flensburg, Kassel, Lörrach und Meiningen. Bis zum Frühjahr 2015 sollen auch die Filialen in Lübeck, Gießen und Dresden geschlossen werden. Im Herbst 2015 folgt die Schließung der bank-Filialen in Kiel, in Bremen und in Bayreuth.
Insgesamt sind mehr als 700 Mitarbeiter der Deutschen Bundesbank von den Schließungen betroffen. Mit dem gestreckten zeitlichen Ablauf möchte der Vorstand der Bundesbank sicher stellen, dass die Schließung „sozial verträglich“ durchgeführt werden kann. Knapp die Hälfte der betroffenen Mitarbeiter kann in den Ruhestand entlassen werden.
Eine Ursache der beabsichtigten Schließungen ist, dass die Bundesbank immer mehr Aufgaben an die Europäische Zentralbank abgegeben hat. Aufgaben der Überwachung anderer Banken wurden der Finanzaufsicht Bafin übertragen. Auch für den Umtausch der noch vorhandenen Reste von D-Mark-Beständen in Unternehmen und Haushalten wird die Bundesbank immer weniger in Anspruch genommen. Dadurch entstanden Überkapazitäten, deren Kosten durch die Schließungen eingespart werden können.
Geld-Magazin.de, 08.09.2010



