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Berufsunfähigkeitsversicherung: Auch ohne Gesundheitsprüfung möglich

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Rubrik: Versicherungen, Startseite

 

Foto: djd/BVUK/fotolia.com/Gina Sanders

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Rund ein Viertel aller deutschen Arbeitnehmer ist aufgrund einer Krankheit gezwungen, das Berufsleben frühzeitig zu beenden. Häufig sind es psychische Erkrankungen, die viele Arbeitnehmer daran hindern, ihren Beruf weiter auszuüben. Aber gerade einmal 10 Prozent der deutschen Arbeitnehmer haben sich gegen die Gefahr einer solchen Berufsunfähigkeit versichern lassen. Eine niedrige Zahl, wenn man bedenkt, dass es durchaus die Möglichkeit gibt, eine Berufsunfähigkeitsversicherung auch ohne Gesundheitsprüfung zu erhalten.

Das Gehalt clever verteilen

Seit rund zehn Jahren hat jeder Arbeitnehmer in Deutschland das Recht auf eine betriebliche Altersvorsorge. Im Rahmen der Umverteilung des Gehalts, durch die bestimmte Beträge in die Betriebsrente umgewandelt und gleichzeitig Steuern und Sozialversicherungsbeiträge gespart werden, ist es auch möglich, einen Teil in eine Berufsunfähigkeitsvorsorge zu investieren. Michael Reizel, Chef des Beratungsbereichs der BVUK-Gruppe klärt in diesem Zusammenhang beispielsweise darüber auf, dass sehr wohl die Möglichkeit bestünde, nicht alles in die Altersrente zu investieren, sondern auch einen Teil für die Absicherung vor einer möglichen Berufsunfähigkeit beiseite zu legen. Der Schutz, den der Betroffene genießt, wird intern durch den Betrieb geregelt. Voraussetzung ist allerdings natürlich, dass das Unternehmen diesen Service überhaupt anbietet. Unterstützung bei der Konzeption entsprechender Systeme erhalten engagierte Unternehmen unter anderem bei der BVUK-Gruppe, die sich auf mittelständische Firmen spezialisiert hat.

Gesundheitsprüfung und andere Ausschlusskriterien umgehen

Ein weit verbreitetes Problem ist, dass viele deutsche Arbeitnehmer aufgrund ihres Alters oder aufgrund früherer Erkrankungen keine Chance mehr auf den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung haben. Entweder lehnen die Versicherungen die Arbeitnehmer komplett ab oder bieten den wichtigen Schutz nur mit hohen Zusatz- und Risikobeiträgen an. Durch die Möglichkeit einer betriebsinternen Berufsunfähigkeitsversicherung können allerdings auch die Personen versichert werden, die zu einer der Risikogruppen gehören.

Vorteile für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Bereits vor über zehn Jahren wurde die gesetzliche Berufsunfähigkeitsabsicherung abgeschafft und durch die Erwerbsminderungsrente ersetzt. Diese staatliche Unterstützung ist jedoch im Ernstfall äußerst gering. Zudem erhält der Betroffene die Rente nur dann, wenn eine Berufsunfähigkeit von mindestens 50 Prozent anerkannt wird. Je mehr Vorsorge Unternehmen anbieten, umso mehr werden sich die Arbeitnehmer auch für sie interessieren. Zudem werden durch die Vorsorgemöglichkeit nicht nur Mitarbeiter gehalten, sondern unter anderem auch neue hochqualifizierte Arbeitskräfte gefunden, welche womöglich genau aus diesem Grund zum Unternehmen wechseln. Der Vorteil ist, dass die Mitarbeiterbindung durch die Versicherungsmöglichkeiten die Unternehmen kein Geld kostet – im Gegenteil: Es werden nämlich sogar auch noch Lohnnebenkosten gespart.