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Neue Roamingbestimmungen gegen zu teure Handynutzung im Ausland

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© Jürgen Fälchle - Fotolia.com

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Auf das Handy im Urlaub verzichten? Das wollen und können die meisten Urlauber nicht, schließlich ist mit der heutigen Technologie schön einfach geworden, ein paar Fotos an die Daheim gebliebenen zu senden. Des Weiteren hat das Handy auch hilfreiche Funktionen, z.B. wie Navigationsapps, die den guten alten Stadtplan ersetzen. Was jedoch die meisten Nutzer vergessen, ist dass das versenden von Fotos, SMS oder E-Mails aus dem Ausland sehr teuer werden können.

So kosten Telefongespräche außerhalb der EU bis zu 1,83 € pro Minute. Diese teilweise unverschämten Preise, sollen jetzt zunächst innerhalb der EU gesenkt werden. Ab dem 1.Juli gelten zumindest innerhalb Europas neue Preisobergrenzen. Dadurch darf ein Gespräch von einem Land ins andere EU-Land nur noch maximal 23 Cent die Minute kosten.

Damit sie am Ende des Urlaubs keine böse Überraschung erleben, sollten sie im Vorweg ihr Telefon auf die Einstellungen überprüfen und notfalls bei Fragen den Anbieter anrufen. Ist ihnen der vorhandene Tarif zu teuer, gibt es die Möglichkeit zu wechseln. Mittlerweile gibt es so genannte EU_Tarife, die sich an den gesetzlich geregelten Preisobergrenzen orientieren. Ein Gespräch nach Hause kostet dann 23 Cent die Minute und ein empfangendes Gespräch nur noch 6 Cent. Für eine SMS werden 7 Cent fällig und das Verschicken von einem Megabyte Datenvolumen kostet 24 Cent.  Was viel nicht wissen ist, dass jeder Anbieter verpflichtet ist, diese EU-Tarife seinen Kunden zu verkaufen, nur die automatische Aktivierung ist nicht gesetzlich geregelt. Da nicht alle Tarife den gleichen Namen haben und somit schwer ausfindig zu machen sind, sollten sie ihren Anbieter direkt ansprechen.


Wer nicht vor hat im Ausland sein Internet zu benutzen, sollte im Vorweg das Datenroaming per Hand im Telefon abschalten. Andererseits können sie durch explodierte Kosten auf der nächsten Abrechnung überrascht werden, da die Smartphones automatisch in der Lage sind Updates oder E-Mails herunterzuladen und die kosten dann auch im Ausland.


Wer nur ab und zu sein Handy benutzen möchte und keinen neuen Vertrag abschließen will, kann vom kostenlos angebotenen WLAN-Netz in Cafés oder den Hotels Gebrauch machen. Gerade im Ausland ist die Dichte an angebotenen WLAN-Netzen, die frei zugängig sind, um ein vielfaches höher als in Deutschland.
Kürzlich hat das EU-Parlament beschlossen, die sog. Roaminggebühren bis Dezember 2015 komplett abzuschaffen. Dies würde bedeuten, dass im Ausland die gleichen Tarife, wie im Inland gelten. Abzuwarten ist jedoch, wie genau die neue Regelung umgesetzt wird. Experten warnen, dass dadurch die Vertragsbedingungen im Inland sich ändern könnten und die Gebühren steigen. Nichts nichtsdestotrotz ist dieses Gesetz ein guter Schritt in die richtige Richtung.

 

Geld Magazin, 07. Juli 2014

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