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Was wir von Dagobert Duck lernen können (Teil 3)

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Rubrik: Aktuell

 

Dagobert Duck kennt jeder. Nein? Er ist die reichste Ente der Welt. Sein Vermögen beläuft sich auf über 13 Fantastilliarden Taler (das ist eine Trillion mal eine Trillion), manchmal auch weniger oder mehr, je nach Comic-Geschichte. Ja, gut, Dagobert ist erfunden ... wir können trotzdem von ihm lernen. Hier der 3.Teil unserer Serie!

Zur "Person": Dagobert Duck ist ein Erpel, geschätzte 65 Jahre alt - er wird nie älter, denn er hat schon den Goldrausch am Yukon mitgemacht. Dagobert lebt in Entenhausen, in einem Geldspeicher. Dort bewahrt er die meisten seiner Talerchen auf. Seine Lebensregeln (die er manchmal bricht) machen auch heute noch wohlhabend.

Qualität kaufen

Seinen Gehrock hat er 1912 auf einer Auktion gekauft ... und er hält heute noch. Wenn Sie an etwas länger Spaß haben wollen (vor allem Kleidung, Schuhe), dann geben Sie ruhig ein bißchen mehr aus und kaufen Qualität. Sind Sie gern modisch, jede Saison viele neue Teile, dann reicht preiswertere Qualität, die nach ein paar Monaten (und Wäschen) kaputt ist.

Nicht das "Kleinvieh" verachten

Dagobert springt locker aus dem 10. Stock nach unten, wenn er einen Cent auf die Strasse fallen hört. Bücken Sie sich also auch. Und rechnen Sie (gerade!) bei scheinbaren Kleinigkeiten nach.
Lohnt es sich, für 1 Cent billigeres Benzin den Umweg von 10 km zu fahren? (Antwort: nein! Denn 50 Liter machen 50 Cent Ersparnis aus, 10 km kosten bei 8 Liter Verbrauch runde 80 Cent - Abnutzung und Verbrauch gar nicht mitgerechnet!)

Anlagen streuen

Auch bekannt unter: "nicht alle Eier in einen Korb legen". Dagobert hat eine Diamantenmine in Südafrika, Muschelplantagen in der Südsee, eine Muskatnusszucht in Südamerika, Geldanlagen bei der Entenhausener Bank und der Whitehorse Bank in Alaska und so weiter. Geht eine Sache pleite, oder macht sie Verluste, so hat er immer noch genug andere Anlagen. Für Sie heißt das: streuen Sie Ihre Anlagen - auch wenn es keine Fantastilliarden sind. Nutzen Sie neben den sicheren Anlagen wie Tagesgeld, Festgeld (Achtung: Einlagensicherung beachten!) auch etwas risikoreichere, aber auch ertragsstärkere Anlagenformen wie Fonds, ggf. Aktien in Standardwerten, ausgewählte Zertifikate, oder nach Vermögenshöhe auch steuersparende Anlagen wie Schiffsbeteiligungen.
Neben der Streuung der Produkte selbst sollten Sie auch verschiedene Bankverbindungen nutzen. So hat ihre girokontoführende Bank wahrscheinlich nicht die besten Tagesgeld- oder Festgeldzinsen. Und wenn Sie selbst Ihr Depot managen/führen, dann sind Sie bei einer Direktbank mit niedrigen Gebühren besser aufgehoben.

Zinseszinseffekt

Dagobert muss in einer Geschichte sein Vermögen mit Donald teilen, weil er einen Schuldschein (angeblich) vor 50 Jahren nicht zurückgezahlt hat. Als Kind war es fast unglaublich zu lesen, dass 10 Taler, mit Zins und Zinseszins, in 60 Jahren so eine Unmenge Geld betrugen. Solche Geschichten gibt es einige um den Erpel, natürlich hat er zurückgezahlt, natürlich kriegt er sein Vermögen wieder.

Was hängen blieb: ein Betrag, über Jahre angelegt und nicht berührt, vermehrt sich ungeheuer. Bei einem Zinssatz von 5 % p.a. verdoppelt sich die Einlage in gut 14 Jahren. Bei 6 % p.a. sind es sogar nur knapp 12 Jahre.

Wichtig dabei ist natürlich, dass auch die Zinsen nicht verfügt werden, sondern ab dem 2. Jahr dann ebenfalls Zinsen bringen.

Für das "echte" Leben heißt das: Zinsen möglichst stehen lassen, bei Fonds "thesaurierend" wählen - so profitieren Sie vom Turboeffekt.

Selten = teuer

Es gibt viele Geschichten, die sich um zufällig im Geldspeicher befindliche, seltene Briefmarken oder Münzen drehen. Ein Klassiker von Carl Barks blieb besonders im Gedächtnis: Dagobert wettet mit Donald, dass eine ganz normale 50-Kreuzer-Münze die teuerste Münze der Welt ist. Donald hält natürlich dagegen, denn es gibt ja viele davon. Dagobert kauft alle (!) in einer großen, weltweiten TV- und Radio-Aktion auf, indem er den Besitzern jeweils 1 Taler bietet. Für diese 100 % Gewinn, also verkaufen sie. Und dann läßt er alle bis auf die bewußte Münze in den Tiefen des Ozeans versenken .... seine Münze ist die einzige auf der Welt, und viele viele Trillionen wert. Einsatz waren "nur" ein paar Millionen. Der Haken: Dagobert selbst ist der Einzige, der soviel Geld hätte, um den Kaufpreis zu bezahlen!

In anderen Geschichten sieht man immer sehr schön, dass ein seltenes Stück (Briefmarke, alte Nähmaschine) viel wert ist, je mehr auf dem Markt sind, desto schneller sinkt der Preis.

Achten Sie also, wenn Sie etwas sammeln oder Seltenes sehen, darauf: wie selten ist es, gibt es einen Markt dafür? Und verkaufen Sie dann rechtzeitig.

 

Hier der 1. Teil und der 2. Teil der Duck´schen Ratschläge

 

 


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