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Produkt im Test - ADAC FührerscheinSparen

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"Die etwas andere Geschenk-Idee" - so lobt der ADAC sein Angebot FührerscheinSparen aus. Dahinter steckt ein Sparplan mit unterschiedlichen Laufzeiten, zwischen 4 und 18 Jahren. Daraus leitet sich der Zins, fest über die gesamte Laufzeit, ab. Lohnt sich das Produkt?

Foto: ADAC.de

ADAC Führerscheinsparen ist nichts anderes als ADAC Zielsparen in einem neuen Marketing-Mäntelchen. Dahinter steht jeweils ein Sparplan der Deutschen Bank (gut wegen der deutschen Einlagensicherung und Stabilität der Bank; das muß man leider in den heutigen Zeiten der Finanzmarktkrise immer mit dazu sagen ...).

Die Guthabenzinsen sind von der gewählten Laufzeit abhängig, und dann fix:

 4 - 5 Jahre                                       3,00 % p.a.
 6 - 7 Jahre                                       3,50 % p.a.
 8 - 9 Jahre                                       4,00 % p.a.
10 Jahre (beworbener Zins)             4,50 % p.a.
11 - 13 Jahre                                    4,55 % p.a.
14 - 16 Jahre                                    4,60 % p.a.
17 - 18 Jahre                                    4,65 % p.a.

Den Führerschein zu machen, kostet heute rund 1.800 Euro. Lassen wir mal die Inflation außen vor, und tun so, als brauchte man in 10 Jahren auch nur die 1.800 Euro. Dann müßte man monatlich 11,92 Euro sparen (Steuerabzüge natürlich auch nicht berücksichtigt). Rechnet man mit einer jährlichen Preiserhöhung von 1,5 %, dann bräuchte man in 10 Jahren 2.089 Euro und müßte monatlich 13,83 Euro beiseitelegen.

Übrigens, die Mindestsparrate beträgt 10 Euro pro Monat. Eigentlich rechnet sich das Produkt am besten, wenn man gleich dem neugeborenen Baby das Geschenk macht ... aber leider geht das wegen der nicht erreichten Mindestsparrate nicht. Oder man spart einfach die 10 Euro monatlich, und hat dann nach 18 Jahren, zur Volljährigkeit, 3.350,03 Euro.

Der Sparplan selbst hat heute marktgerechte Konditionen. Ob diese Zinssätze in 10 Jahren noch gut sind, weiß niemand. Aus der Vergangenheit her sollte man aber eher durchschnittlich 5 bis 6 % Rendite p.a. erreichen wollen. Vergleicht man ihn mit demselben Produkt, direkt bei der Deutschen Bank abgeschlossen, fällt auf: bei Laufzeiten 4 und 5 Jahre ist das Deutsche Bank-Produkt mit 3,10 bzw. 3,25 % p.a. besser, erst danach wird das ADAC-Produkt attraktiver.
Auf lange Spardauern wie die beworbenen 10 Jahre aufwärts hat sich bisher immer ein Fondssparplan als lukrativer gegenüber einem Banksparplan erwiesen. Allerdings gibt es die Fondssparpläne nicht für solche Mini-Sparraten, sondern erst ab 50 Euro aufwärts (die man aber auch vierteljährlich statt monatlich einzahlen kann).

Insgesamt ein sinnvolleres Geschenk als einfach nur Bargeld, und man entledigt sich auch gleich aller Sorgen um Geschenke für die nächsten 10 bzw. 18 Jahre  ... denn das darf man nicht vergessen: man verpflichtet sich für die gewählte Laufzeit. Eine Aussetzung der Sparrate ist nur nach vorheriger Ankündigung einmalig und für maximal drei aufeinander folgende Monate möglich. Es kann eine Reduzierung der Sparrate auf mindestens 10 Euro pro Monat vereinbart werden. Zusätzliche Einzahlungen bzw. Ratenerhöhungen sind nicht zulässig. Die Verzinsung ist dabei unabhängig von der fortwährenden Zahlung der Sparrate. Über die Zinsen kann man jeweils in den 2 Monaten nach der jährlichen Zinsgutschrift verfügen; das Guthaben insgesamt kriegt man erst am Ende der Laufzeit - eine vorherige Verfügung ist grundsätzlich ausgeschlossen. Ausnahmen bilden Tod, Arbeitslosigkeit bzw. Pflegebedürftigkeit ab Pflegestufe 1.

Geld-Magazin.de meint: ein akzeptables Geschenk nicht nur für den Führerschein