Pkw-Maut – ja oder nein?

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Der ADAC gibt an, dass der Verstoß für eine PKW-Maut auf nicht richtigen Annahmen basiert. Es sei wohl hauptsächlich das Sommerloch schuld. Denn es sind nur fünf Prozent ausländische Autofahrer auf den deutschen Straßen unterwegs.

Pkw-Maut – ja oder nein? © ADAC

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Aufgrund der Mineralölsteuer des getankten Kraftstoffs tragen auch diese Fahrer zu dem deutschen Steueraufkommen bei. Denn dadurch beteiligen sie sich stark an den Infrastrukturkosten. ADAC Vizepräsident für Verkehr Ulrich Klaus Becker: "Man fragt sich, warum sich jetzt schon das Verbraucherschutzministerium um verkehrspolitische Themen kümmert. Den deutschen Autofahrern erweist Herr Bleser jedenfalls mit seinem Vorschlag einen Bärendienst, denn sie wären ganz ohne Zweifel die Verlierer einer Pkw-Maut oder Vignette."

Der ADAC sieht keinerlei Gründe für eine Straßenbenutzungsgebühr für Pkws. Eine Autobahn-Maut wird sich vermutlich negativ auf die Verkehrssicherheit auswirken. Denn viele Fahrer werden dann die deutlich unsicheren Landstraßen befahren. Das würde bedeuten, dass bei einer Verlagerung von 20 Prozent mit jährlich 350 Verkehrstoten mehr gerechnet werden muss. Ist es das wert? Denn Geld ist genügend da. Jährlich hat Deutschland 53 Milliarden Euro durch die Kfz-Steuer, die Mineralölsteuer und andere Nutzerabgaben zur Verfügung. Hiervon werden nur 17 Milliarden Euro für die infrastrukturelle Erneuerung und Verbesserung verbraucht. Die übrigen 36 Milliarden werden für andere Zwecke ausgegeben.

Geld-Magazin.de (Lena Schimmel), 03.08.2011


gedruckt am  01.10.2020