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Ein energieautarkes Haus ist gut auf zukünftige Herausforderungen ausgerichtet

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Rubrik: Wohnen, Immobilien, Klimaschutz, Startseite

 

Angesichts steigender Energiepreise und zunehmend schwieriger Versorgungslagen denken jetzt viele Immobilienbesitzer über Umrüstungen nach, die ihr Haus in ein energieautarkes Haus umformen können. "Energieautark" bedeutet dabei, dass man weniger Energie für das Haus einsetzt, als man durch das Haus schafft und ein trotzdem angenehmes Leben im Haus hat. Besonders gut funktioniert die Strategie für ein energieautarkes Haus bei Neubauten.

Ein energieautarkes Haus ist gut auf zukünftige Herausforderungen ausgerichtet © Helma Eigenheimbau

© Helma Eigenheimbau

Das energieautarke Haus

Vor ein paar Jahren war es noch undenkbar, dass man in unseren Breiten in einen Haus wohnen konnte, das eine positive Energiebilanz hat. Aber es ist technisch inzwischen durch den Einsatz von Solarkollektoren und Langzeit-Solarspeichern möglich, dass das Haus mehr Energie in Form von Strom ins Netz einspeist, als es selbst an Energie verbraucht.
Die Energieversorgung eines Hauses ist dann autark, also unabhängig, wenn im Haus weniger Energie verbraucht wird, als durch das Haus produziert werden kann. Dies geht aber meist nur bei Neubauten, denn hier kann man am besten die neuesten Energiespartechniken umfassend einsetzen.

Techniken für ein energieautarkes Haus

Es gibt eine Vielzahl von Techniken, um die Energiebilanz von Häusern zu verbessern. Hauptansatzpunkt ist die kostenlos zur Verfügung stehende Sonnenergie. Durch Solarzellen auf dem Dach, auf einer Terrasse oder im Garten wird nicht nur bei gutem Wetter Strom produziert, der für garantierte Preise auch ins öffentliche Netz eingespeist werden kann.

Mit modernen Wand- und Fußbodenheizungen wird zudem dafür gesorgt, dass der Energieverbrauch im Haus auf das denkbar niedrigste Level gesenkt wird, ohne dass hierfür die Bewohner Einschränkungen hinnehmen müssten. Setzt man für die benötigte Wärme im Haus erneuerbare heimischen Holzrohstoff ein, dann verbessert sich die ökologische Bilanz der Energienutzung noch stärker.

Kosten und Finanzierung für energieautarke Häuser

Maßnahmen für ein energieautarkes Haus und Maßnahmen zur Verbesserung der Energienutzung werden durch staatliche Mittel direkt gefördert und mit sehr zinsgünstigen Krediten unterstützt. Diese Gelder kommen von der staatlichen KfW-Bank und werden über die eigene Bank beantragt. Mit diesen Fördermaßnahmen kann man eine Investition in energieautarke Gebäude sehr langfristig planen.

Durch die Energieeinsparung werden auch erhebliche Kosten für die nicht mehr benötigte Energie eingespart. Angesichts steigender Preise für Energie rechnet sich bereits nach zehn bis 20 Jahren die Investition, erbringt also ab diesem Zeitpunkt Gewinne. Da ein Haus meist viele Jahrzehnte genutzt werden kann, ist ein Investment in energieautarke Häuser also nicht nur kostenfrei, sondern sogar profitabel.

Weitere Informationen auf www.helma.de.

Geld-Magazin.de, 12.08.2011


gedruckt am  14.08.2020