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Angst vor Altersarmut nimmt zu

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Die gesetzliche Rentenversicherung bietet Arbeitnehmern in Deutschland die Sicherheit, im Alter eine monatliche Altersrente zu erhalten. Die Höhe dieser späteren Rente orientiert sich jedoch an den Beiträgen, die während des Arbeitslebens in die Rentenversicherung eingezahlt wurden. Diese wiederum werden als Prozentsatz des Bruttoeinkommens berechnet.

Angst vor Altersarmut nimmt zu © Starpics - Fotolia.com

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Bürger mit einem höheren Einkommen leisten demnach höhere Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung und haben im Alter daher auch Anspruch auf eine entsprechende Altersrente. Geringverdiener jedoch, die nur kleine Beiträge leisten, können im Alter oft eine nur sehr geringe Rente erhalten. Altersarmut ist in diesem Fall kaum zu vermeiden.

Wo die Angst vor Altersarmut besonders groß ist

Wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD in einer aktuellen Studie veröffentlichte, sind in Deutschland viele Geringverdiener von Altersarmut bedroht. Sie erhalten im Alter eine geringe Rente und können daher oft nur ihre Grundversorgung sicherstellen. Oftmals ist es sogar notwendig, weitere staatliche Leistungen in Anspruch zu nehmen. Viele Geringverdiener haben daher besonders große Angst vor Altersarmut. Aber auch immer mehr „Normalverdiener“ sorgen sich um die finanzielle Absicherung im Alter, denn die Politik diskutiert nun erneut über eine Anhebung des Renteneintrittsalters und eine Reduzierung des Rentenniveaus.

Arbeiten im Alter ist kein Tabu mehr

Die politischen Diskussionen um ein höheres Renteneintrittsalter sowie die große Zahl der Geringverdiener sorgen dafür, dass mittlerweile etwa zwei Drittel der Bundesbürger Angst vor Altersarmut haben. Vor allem Menschen im Alter von 35-54 Jahren sorgen sich dafür, dass ihre spätere geringe Rente nicht ausreichen wird, um den Lebensunterhalt finanzieren zu können. Altersarmut beginnt bereits bei einem Einkommen unter 935 Euro, welches viele Menschen über ihre Altersrente nicht erreichen können.
Um sich sowohl Hobbys wie auch Reisen im Alter leisten zu können, wären gut zwei Drittel der kürzlich von der Kommunikationsberatung Faktenkontor und des Marktforschers Toluna befragten Bürger an, im Rentenalter noch arbeiten zu wollen. Zwischen 10-20 Stunden pro Woche würden hier in Kauf genommen.

Private Vorsorge beginnt im Erwerbsleben

Es ist jedoch möglich, etwas gegen die Altersarmut und eine geringe Rente zu tun, ohne im Rentenalter noch arbeiten zu müssen. Die Bundesregierung hat bereits vor einigen Jahren die Riester- sowie die Rürup-Rente eingeführt, die für die Ansparung von Kapital genutzt werden können. Bei der Riester-Rente erhalten Personen, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind, sogar Zulagen, wodurch das angesparte Kapital nochmals erhöht werden kann. Auch der Kauf einer eigenen Immobilie sowie weitere Anlagen können die Altersarmut verhindern.

Geld-Magazin.de, 26.09.2011


gedruckt am  30.09.2020