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Mieterhöhungen auf dem Wohnungsmarkt nicht so drastisch wie vermutet

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Rubrik: Immobilien

 

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Der Lebensstandard in den deutschen Großstädten wächst kontinuierlich und damit steigen sowohl die Mietkosten, als auch die Kaufpreise von Eigentumswohnungen auf dem Immobilien-Markt. Daher fürchten viele Bürger eines Tages sich seine Miete nicht mehr leisten zu können. Doch Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Wirtschaft verneinen diese Prognose. Sie belegen ihre These damit, dass die Arbeitslöhne in den Großstädten in den letzten fünf Jahren gestiegen sind. Statistiken des Hamburger Instituts F+B (Forschung und Beratung für Wohnen) weisen sogar eine leichte Senkung der Mietkosten und Preise der Eigentumswohnungen auf. Eine Preiserhöhung merken Interessenten, die eine neue Wohnung kaufen möchten. Hier handelt es sich um fünf bis sieben Prozent aller Käufer. Für die Mehrheit ist eine Veränderung nicht spürbar.

Im Zeitraum zwischen 2010 – 2015 ist der Mietkostenindex bundesweit von 100 auf 97,3 Punkte gesunken. Wie sieht das aber in den drei größten Metropolen Deutschlands aus? In Hamburg und München gehen die Zahlen zurück. In der Hauptstadt, Berlin, ist der Index von 133 auf 139 Punkte gestiegen. Das scheint ein großer Nachteil für Studenten, Auszubildende und Arbeitslose zu sein. Im Gegensatz dazu freuen sich Haushalte in Eigentumswohnungen auf eine geringere Kostenbelastung. Grund für diese Erleichterung sind die gesunkenen Bauzinsen und die Möglichkeit für eine höhere Tilgung.

In den letzten fünf Jahren sank auch die Wohnkostenbelastung bundesweit. Deutsche Haushalte haben keinen Anlass zur Beunruhigung, dass die Zinsen bald erhöht werden können. Dennoch müsse man mit höheren Nebenkosten rechnen. Viele Haushalte halten eine Preiserhöhung für unzulässig, besonders in Städten mit eigener Preisdecke.


gedruckt am  18.10.2019