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Messeveranstalter erzielen in 2016 Rekordumsatz

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Rubrik: Aktuell

 

Messen sind für Unternehmer jeder Branche ein optimales Ereignis, um mit potenziellen und bisherigen Geschäftspartnern ins Gespräch zu kommen. Natürlich sind die Messen auch für Besucher eine tolle Möglichkeit, sich über ein spezielles Themengebiet zu informieren. Die Messen in Deutschland erfreuen sich stetig wachsender Begeisterung. Die 186 Veranstaltungen im Jahr 2016 konnten im Vergleich zu den jeweiligen Vorjahres-Veranstaltungen nochmals leicht steigende Besucherzahlen verzeichnen und dass trotz der Irritationen in der Wirtschaft durch den bevorstehenden Brexit und Tendenzen zum Protektionismus in einigen wichtigen Auslandsmärkten. Abschließenden Berechnungen des AUMA (Verband der deutschen Messewirtschaft) ergaben, dass das außergewöhnlich starke Messeprogramm des letzten Jahres Rekordzahlen für die Branche als Ganzes mit sich brachte.

Die 186 internationalen und nationalen Messen des Jahres 2016 verzeichneten im Durchschnitt ein Prozent mehr Standfläche als bei ihren Vorveranstaltungen. Die Ausstellerzahlen wuchsen sogar um 1,5 Prozent, wobei die Zahl internationaler Aussteller um 3,9 Prozent zulegte. Die Präsenz deutscher Unternehmen ging um 1,8 Prozent zurück. Zwar reduzierte sich das Beteiligungsvolumen deutscher Unternehmen etwa durch Zusammenschlüsse und Übernahmen von kleinen und mittleren Unternehmen, gleichzeitig gelang es den Veranstaltern jedoch, neue Unternehmen für das Medium Messe zu gewinnen. Das sehr hohe Niveau von knapp 80.000 Beteiligungen aus dem Inland konnte nahezu gehalten werden.

Positiv ist außerdem, dass in erster Linie Dienstleistungsunternehmen, die bisher weniger aus Messen gesetzt haben, mehr Beteiligungen in der Zukunft geplant haben. Das geht jedenfalls der Ausstellerbefragung AUMA MesseTrend 2017 hervor, die Ende 2016 durchgeführt wurde. Die Besucherzahlen der internationalen und nationalen Messen blieben auf sehr hohem Niveau konstant. Dazu kommentierte der AUMA-Vorsitzende Walter Mennekes: „Die letztlich anonyme Onlinewelt stößt offensichtlich zumindest in der Business-to-Business-Kommunikation an Grenzen. Deshalb bleibt genug Raum für die weitere Entwicklung des Mediums Messe, dem wichtigsten Instrument der persönlichen Kommunikation. Von Krisenstimmung gibt es in der Messewirtschaft gegenwärtig keine Spur“.

 

Für die gesamte Branche brachte das Jahr 2016 bei fast allen Kennzahlen Rekordergebnisse, insbesondere durch das Zusammentreffen mehrerer großer Investitionsgütermessen mit Mehrjahresturnus bedingt. 192.000 Aussteller buchten fast 7,6 Mio. Quadratmeter Standfläche. Wenn Sie einen Städtetrip in einer der beliebten Messestädten Europas plane, sollten Sie ihr Glück bei Book of Ra versuchen.

Insbesondere aufgrund des starken Messeprogramms im Inland erreichten die deutschen Veranstalter nach vorläufigen Ergebnissen einen Rekordumsatz von 3,8 Mrd. Euro. Der bisher höchste Umsatz wurde 2014 mit 3,45 Mrd. Euro eingefahren. Im laufenden Jahr wird der Umsatz voraussichtlich aber bedingt durch ein kleineres Messeprogramm im Inland nur etwa 3,5 Mrd. erreichen.

Die gegenwärtig positive Grundstimmung in der deutschen Messewirtschaft wird sich wahrscheinlich auch im gesamten Jahr fortsetzen. Die 164 geplanten internationalen und nationalen Messen im Jahr 2017 dürften im Vergleich zu ihren Vorveranstaltungen nach Schätzungen des AUMA erneut rund ein Prozent Wachstum an Ausstellern und Standflächen erreichen. Es wird davon ausgegangen, dass auch die Besucherzahlen im Durchschnitt konstant bleiben.

Der AUMA-Vorsitzende Walter Mennekes plädiert in Bezug auf Messen für einen freien Außenhandel: „Die weitere positive Entwicklung der deutschen Messen als internationale Marktplätze wird auch davon abhängen, ob der weltweite Handel weitgehend frei von zusätzlichen Beschränkungen bleibt. Deshalb ist es umso bedenklicher, dass es in immer mehr Ländern konkrete Pläne gibt, die einheimische Wirtschaft vor allzu hohen Importen zu schützen. Die deutsche Messewirtschaft erwartet, dass die Bundesregierung derartigen Bestrebungen deutlich entgegentritt.“

Quelle: AUMA e.V.

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gedruckt am  13.07.2020