Inflation stagniert dank sinkender Energiepreise

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Aktuell stagnieren die Verbraucherpreise in Deutschland. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtete, beträgt die Inflationsrate gegenüber dem Vorjahresmonat 0,0 Prozent. Damit bleibt die Teuerung als Folge der stark gefallenen Ölpreise ungewöhnlich niedrig.

Die Preise für Haushaltsenergie und Kraftstoffe waren laut Statistik mit ganzen 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat erneut stark rückläufig. Hingegen stiegen bei Nahrungsmitteln mit 0,8 Prozent und bei Dienstleistungen um 0,9 Prozent die Preise leicht an. Am 11. März wird dann die endgültige Inflationsrate für den Monat Februar veröffentlicht. Im Vergleich zum Januar habe die Teuerung jedoch bei 0,4 gelegen.

Die stagnierende Inflation nimmt in Kombination mit den steigenden Tariflöhnen positiven Einfluss auf die Kaufkraft der deutschen Verbraucher. Im Jahr 2015 sind die Tariflöhne in Deutschland erneut deutlich höher gestiegen als die Inflation. Das wiederum treibt den Konsum an, der seit Monaten eine der wichtigsten Stützen der Konjunktur ausmacht. Die Tariflöhne inklusive Zusatzzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld lagen bei 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt berichtete.

Die stärksten Verdiensterhöhungen waren mit 3,3 Prozent im Gastronomiegewerbe zu verzeichnen. Grund dafür ist die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro. In der Industrie stiegen die Verdienste mit 3,2 Prozent ebenfalls überdurchschnittlich. Insgesamt brachten 2015 die Tarifverdienste das geringste Plus seit 2011 (1,7 Prozent). 2014 waren es noch 3,2 Prozent, 2013 2,4 Prozent und 2012 wieder Prozent. Dennoch ist eine positive Tendenz zu erkennen, denn im vierten Quartal 2015 waren die Tarifverdienste um 2,0 Prozent höher als im Vorjahresquartal.


gedruckt am  25.10.2021