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Sonnenwärme frei Haus schützt Klima und Geldbeutel

Rubrik: Spartipps

 

Neubauten, die nach dem 31.12.2008 errichtet werden, müssen ihren Wärmeenergiebedarf anteilig aus erneuerbaren Energien decken. So hat es der Bundestag im Juni 2008 in einer Novelle des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) beschlossen.

Foto: djd/Schueco

(djd/pt). Neben die Pflicht zum Energiesparen - etwa durch strenge Wärmedurchgangs-Grenzwerte für die Außenhülle neuer Gebäude - ist so auch die Pflicht getreten, einen Teil der Energie ohne Öl und Gas zu gewinnen.

Verschiedene Energieträger koppeln

Aber nicht nur wegen der gesetzlichen Vorgaben, sondern vor allem auch wegen steigender Energiepreise sehen immer mehr Hausbesitzer und Bauherren regenerative Energien als sinnvolle Alternative an. Besonders effizient sind Kopplungen verschiedener Energieträger, wie sie der Hersteller Schüco entwickelt hat. Wer sowohl Energie aus dem Erdreich als auch die Wärme der Sonne nutzt, kann ein Haus im Niedrigenergiestandard nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) komplett mit Heizung und Warmwasser versorgen - ohne zusätzlichen Brenner im Keller. Im Winter kümmert sich hauptsächlich eine Erdwärmepumpe mit Flächenkollektoren oder Tiefenbohrung darum, das Haus warm zu halten und das Trinkwasser zu erhitzen (Infos: www.schueco.com).

Wärmerückführung verbessert die Energiebilanz

Im Sommer erwärmen Solarkollektoren das Trinkwasser und produzieren deutlich mehr Energie als nötig. Diese überschüssige Wärme leitet die Wärmepumpe von Schüco  ins Erdreich zurück und verbessert dessen Funktion als Langzeitspeicher der Sonnenenergie. Denn die Einleitung verhindert, dass das Erdreich nach wenigen Jahren stark abkühlt und so die Effizienz des Systems stetig sinkt. Zum Nullenergiehaus kann das Gebäude werden, wenn auch noch der Strom zum Betrieb der Wärmepumpe zu hundert Prozent aus regenerativen Quellen stammt, etwa aus einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach. Die kann sogar noch überschüssigen Strom ins öffentliche Stromnetz abgeben - das erspart nicht nur dem Klima unnötige CO2-Belastungen, sondern macht sich auch in der Haushaltskasse positiv bemerkbar.


gedruckt am  29.09.2020