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Strompreise und Gaspreise: Beide steigen I/2010 kräftig

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Im Gegensatz zu den Anlagezinsen steigen die Preise für Strom und Gas im 1. Quartal 2010 ordentlich: 215 von 900 Stromversorgern erhöhen, das ist jeder Fünfte! Dazu kommen noch 85 Gasversorger, die ihre Preise nach oben "adjustieren", wie es so schön heißt ...

160 Stromversorger haben zum 1. Januar erhöht, 55 kommen im Februar und März dazu

Dabei liegen die Erhöhungen durchschnittlich bei  6,2 %. Das bedeutet 70,12 Euro Mehrkosten jährlich, legt man den Verbrauch von 5.000 kWh p.a. zugrunde. Die Spitzenwerte in der Erhöhung liefern dieses Mal

  1. EWG Elektrizitätsversorgung Werther GmbH
    (Erhöhung am 01.02.2010, von durchschnittlich 1.015,95 Euro auf 1.134,95 Euro, macht 119,00 Euro oder 11,71% pro Jahr)
  2. Gemeindewerke Garmisch-Partenkirchen Grund- und Ersatzversorgung
    (Erhöhung ebenfalls zum 01.02.2010, aus 1.023,89 Euro werden 1.132,18 Euro, das sind 108,29 Euro bzw. 10,58% p.a.)
  3. Gemeindewerke Ebersdorf Grund- und Ersatzversorgung
    (Erhöhung per 01.02.2010, von 1.135,49 Euro beim Durchschnittsverbrauch auf 1.255,14 Euro, macht 119,65 Euro Erhöhung oder 10,54%).

Die gesamte Liste der Erhöhungen, zusammengestellt von Check24, sehen Sie hier. Und hier sind nochmal zur Erinnerung die Preisänderungen zum 1. Januar 2010.

Senkungen gibt es übrigens auch, genau 5 Versorger. Und alle auf sehr hohem Niveau - nämlich von durchschnittlich 1.197,05 Euro um 3,93 % auf 1.149,10 Euro Jahrespreis, also minus 47,94 Euro.

Gaspreise: Die Zeit der Senkungen ist wohl vorbei, durchschnittlich wird um 6,22 % p.a. erhöht

Nur noch ein Anbieter (Gasanstalt Kaiserslautern) senkt, 15 erhöhen - von durchschnittlich 1.280,22 Euro auf 1.359,60 Euro, macht 79,38 Euro oder 6,22% mehr.
Die höchste prozentuale Erhöhung haben die Stadtwerke Lüdenscheid zum 01.03.2010 angekündigt; der Grundpreistarif steigt von 1.135,64 Euro auf 1.268,92 Euro, das sind 133,28 Euro bzw. 11,74 %.

Bei dem Vergleich (Quelle: Check24) wurde ein Verbrauch von 20.000 kWh pro Jahr zugrundegelegt.

Tipp: Vergleichen Sie selbst, wie Ihr Anbieter bei Ihren Verbrauchsdaten im Vergleich liegt. Und zögern Sie nicht zu wechseln, wenn der Unterschied über 100 Euro im Jahr ausmacht. Aber achten Sie darauf, wie lange der Preis garantiert wird, und ob irgendwelche "Abschlussboni" den Preis für das erste Jahr mindern und damit den Vergleich verzerren ....

Wechsel zu günstigerem Anbieter leichter als erwartet

Viele Kunden scheuen den Wechsel zu einem preiswerteren Anbieter, weil sie von hohem Aufwand für die Abwicklung ausgehen. Oder manchmal sogar Angst haben, zwischendurch ganz ohne Strom oder Gas dazusitzen.

Aus eigener Erfahrung kann man sagen: ein paar Berechnungen im Vergleichsrechner, Angebot auswählen und online absenden - der Rest waren noch ein paar e-Mails hin und her. Den ganzen Aufwand übernimmt der neue Anbieter. Und man spart Monat für Monat Geld.

Dabei sollten Sie aber auch auf die Qualität der Vergleichsrechner achten: Denn nicht alle sind gleich gut. Je mehr Anbieter gelistet sind, und je individueller Sie Ihre Eingaben machen können, desto besser.

Der Stromvergleichsrechner, den wir in Kooperation mit Verivox anbieten, ist übrigens der einzige mit "sehr gut" von der Stiftung Warentest ausgezeichnete, alle anderen schlossen nur mit maximal "gut" ab.

Und hier geht es zum Gastarifrechner.

Geld-Magazin.de, 24.1.2010

 


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