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Aktuelle Reform betrifft Lebensversicherungen

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Rubrik: Versicherungen, Startseite

 

© Marco2811 - Fotolia.com

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Die Zinsen sind seit Monaten anhaltend niedrig. Dies ist zu einem Problem für Lebensversicherer geworden, da sie nur noch schwer den Garantiezins für die Kunden erwirtschaften können, welcher ihnen bei Vertragsabschluss versprochen wurde. Nun hat sich das Bundeskabinett eingeschaltet, damit eine Lösung gefunden wird, wie Versicherte trotz der niedrigen Zinsen zu ihrem Geld kommen.

Ab dem Jahr 2015 sollen die Bewertungsreserven verringert werden, das heißt die Beteiligung der Versicherten an den Rücklagen der Versicherer sinken. Im Fall einer Auszahlung der Lebensversicherung würden angesparten Kundengelder und die Verzinsung niedriger ausfallen als bei Vertragsabschluss festgehalten wurde.

Zusätzlich würde dann auch bei Neuabschlüssen von Lebensversicherungen der Garantiezins sinken. Während zischen den Jahren 1994 und 2000 der Zinssatz noch bei 4 % lag, sinkt er im kommenden Jahr von 1,75% auf nur noch 1,25%. Immerhin können Versicherte mit alten Verträgen aufatmen. Kunden die zwischen 1994 und 2000 eine Lebensversicherung abgeschlossen haben, behalten weiterhin ihren Garantiezins von 4%.

Benachteiligt von den neuen Reformen des Bundeskabinetts werden vor allem Altkunden sein. Ein Teil der Versicherten wird am Ende weniger bekommen, als das was sie sich bei Vertragsabschluss erhofft hatten. Dennoch werden die meisten Versicherten, die bereits eine Lebensversicherung abgeschlossen haben, von den Reformen profitieren.
Der Leitzins wird weiterhin niedrig bleiben, um den Versicherten trotzdem ihre zugesicherten Konditionen zukommen zu lassen, müssen Reformen geschaffen werden.

Am meisten werden die Versicherten betroffen sein, die in den nächsten drei bis vier Jahren ausbezahlt werden, diese könnten Einbußen von drei bis fünf Prozent haben, was am Ende mehrere Tausend Euro weniger bedeuten kann.  Genaueres kann jedoch erst in der Zukunft bekannt gegeben werden, da die Summe an die Entwicklung der Zinsen gekoppelt sind. Damit Jeder an sein Geld kommt sieht das Gesetz vor, dass kein Geld der Versicherer an Aktionäre fließen darf. Des Weiteren sollen die Provisionen für neue Verträge gedeckelt werden.
Auch die sogenannten Risikogewinne sollen statt mit bisher 75% in  Zukunft mit 90% an die Kunden ausgeschüttet werden. Unter Risikogewinnen versteht man die Summen die entstehen wenn ein Versicherer früher stirbt als in seiner Sterbeberechnung angenommen war.

Geld-Magazin, 17.07.2014

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